Samstag, November 29, 2008

Zurück im Wasser

Für Triathleten bietet der Herbst die Möglichkeit zur Regeneration und zum Abschalten vom Wettkampfsport. Gegen Ende meiner trainingsarmen und wettkampffreien Wochen habe ich mich entschieden bei meinem alten Schwimmverein, der SG Aumund-Vegesack, in der DMS - einem Manschaftswettkampf - auszuhelfen. Nach 7 Jahren ohne Schwimmwettkampf freute ich mich riesig, endlich wieder "wie früher" im Schwimmbecken gegen die Uhr zu kämpfen.

In der DMS-Hinrunde am 01.11.2008 schwamm ich 1500m Freistil, sowie 100 und 200 Meter Rücken. Obwohl ich durch mein Triathlontraining vor allem auf der 1,5km "Langstrecke" eine gute Leistung erwartet habe, lief es auf meiner früheren Paradedisziplin Rücken umso besser.

Als am 16.11.2008 dann die Rückrunde der DMS gestartet wurde, stellten wir die Einsätze der Mannschaft um, so dass ich nur noch kurze Strecken geschwommen bin, auf denen ich durchweg gute Zeiten erreichen konnte:

100m Rücken: 1:05:50
50m Rücken: 0:30:82
100m Lagen: 1:07:75
100m Freistil: 1:00:56

Ein Highlight war für mich vor allem aber ein erneuter Start beim Internationalen Schwimmfest der SAV am 22. und 23.11.2008. Hier konnte ich über 200m Rücken in sehr guten 2:21:24min den 3. Platz in der offenen Wertung erreichen, und verpasste über 100m Rücken mit dem 4. Platz in 1:05:44min nur knapp einen Podiumsplatz.


SAV Internationales 100m Rücken

Sonntag, November 02, 2008

Skoda-Time-Trial 2008 oder: 52 Minuten anaerob


Ein Zeitungsartikel über die damals bevorstehende Deutschland-Tour brachte mich im Juli dazu, mich für mein erstes "reines Radrennen" anzumelden. Am 06.09.2008 fand in Bremen das abschließende Einzelzeitfahren der Deutschland-Tour statt, das auch ein Jedermann-Zeitfahren im Programm hatte.

Über 34,5 km hieß es nun: Runter von der Startrampe, auf Tempo kommen und halten, halten, halten. Klingt eigentlich recht simpel - ist es aber nicht. Der Start sowie die ersten Kilometer verliefen sehr gut, da ich den Rückenwind ausnutzen konnte und somit schnell auf Renngeschwindigkeit gekommen bin. Als es dann in das mir nur allzu vertraute Blockland (meine Trainingsstrecke) ging kam der Wind erst von der Seite, später schräg von vorn, und mir wurde klar, dass ein Scheibenlaufrad sowie ein flächiges Rad zwar sehr aerodynamisch, aber ebenso windanfällig ist. Im Klartext: Es hat mich des öfteren fast vom Deich geweht. Festgeklammert an mein Rad habe ich dann versucht das Tempo hoch zu halten und war nach 15km mit einem 41km/h-Schnitt mehr als zufrieden. Leider verhinderte der stürmische Gegenwind auf dem Weg zurück in die Bremer Innenstadt, dass ich mein Ziel, einen 40er Schnitt zu fahren knapp verpasste. Mit einem guten Ergebnis und vor allem heilen Knochen durchfuhr ich dann richtig erschöpft aber glücklich das Zieltor an der Bürgerweide.